„Hier ist kein Platz für Gewalt an Mädchen* und Frauen*!“

Himmelblau und Maigrün erstahlt die erste StoP-Bank im Verkehrsziehungspark Wilten Speckbacherstraße. Wir danken dem Stadtmagistrat, speziell der Abteilung Grünanlagen für ihre Unterstützung und der Bereitschaft noch drei weitere Parkanlagen in Wilten für eine StoP-Bank zur Verfügung zu stellen. Auch den fleißigenden, helfenden Händen ein großes Danke!
Die StoP-Bank möchte das Thema Gewalt an Frauen* und Kindern aus dem privaten Raum holen und schafft eine Sichtbarkeit im öffentlichen Raum und eine Möglichkeit zum Austausch über ein zu oft verschwiegenes und schambehaftetes Thema. Der Satz „Hier ist kein Platz für Gewalt an Mädchen* und Frauen*“ wurde bereits wenige Tage nach der Fertigstellung von Unbekannt mit den Worten „und Männer!“ erweitert. Wir haben uns bewusst entschieden, nicht direkt zu übermalen, sondern aufklärend zu agieren und in den Austausch zu treten. Folgende Nachricht haben wir für die Nachbar*innenschaft hinterlassen:

"Danke liebe*r Nachbar*in für deine Nachricht.
Gewalt gegen Frauen* ist vor allem Gewalt durch männliche* Beziehungspartner* und Ex Partner*. Sie wird meist im häuslichen Bereich verübt, oft systematisch über lange Zeit hinweg. Wir von StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt haben unseren Schwerpunkt auf Gewalt gegen Frauen* und Mädchen* in Partnerschaften und im häuslichen Umfeld gelegt.
Gewalt ist keine Privatsache, sondern eine alltägliche Menschenrechtsverletzung. Ja, auch Gewalt gegen Männer*. Auch Männer* erleben Gewalt, jedoch meist durch andere Männer* (die meist nicht in einem Naheverhältnis zu ihnen stehen) und im öffentlichen Raum. Den weitaus größten Teil der Gewalt, den Frauen* erleben, erleiden sie durch ihre Partner* oder Ex Partner*. Oft leben sie jahrelang mit dem Misshandler* zusammen. Die statistische Wahrscheinlichkeit, Gewalt zu erleben, ist für Frauen* in ihrer eigenen Wohnung, in ihrer eigenen Partner*schaft mit Abstand am höchsten. Die Nähe zur gewaltausübenden Person führt zu gefühlter Ausweglosigkeit und macht diese Gewalt traumatisierend. Wer sich in seinem eigenen Zuhause nicht sicher fühlt, kann sich nie erholen und lebt dauerhaft in Angst und Anspannung. Das macht langfristig krank. Manche Betroffene merken erst durch drohende oder erlittene körperliche Zusammenbrüche, dass das Weiterleben in einem gewalttätigen Alltag psychisch und physisch zerstörerisch ist."
Fortsetzung folgt.
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