StoP Hohenems

Warum braucht es StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt?

Etwa zwei Drittel der Frauen, die von Partnergewalt betroffen sind, melden die Vorfälle nicht bei der Polizei (FRA Studie 2014). Zudem sucht nur rund ein Drittel Hilfe bei einer Opferschutzeinrichtung. Um der hohen Dunkelziffer an betroffenen Frauen entgegenzuwirken, braucht es zusätzlich funktionierende soziale Netzwerke. Diese können auf Partnergewalt reagieren und Betroffene unterstützen.

Häusliche Gewalt ist kein Randphänomen, sondern kommt viel zu häufig vor. Die Bekämpfung von Gewalt an Frauen (und Kindern) sowie die opferschutzorientierte Täterarbeit sind ein wichtiges Anliegen. Eine gestärkte Nachbarschaft in den Stadtteilen ist ein wichtiger Teil der Präventionsarbeit und rettet vielleicht sogar Leben.

Das Projekt

StoP ist ein Nachbarschaftsprojekt zum Thema Partnergewalt und häusliche Gewalt. Ziel des Projektes ist es, dass sich Betroffene von Gewalt nicht mehr aus Angst und Scham verstecken.
Nachbar:innen und Kooperationspartner:innen werden ermutigt und bestärkt, bei Gewalt nicht mehr wegzuschauen, sondern diese zu benennen und hinzuschauen. Sie wissen, wo sie Unterstützung erhalten und wohin sie sich wenden können, um Hilfe für Betroffene zu erhalten.
Gemeinsam machen wir uns für eine gute Nachbarschaft stark.

Seit Mitte 2021 koordiniert die ifs Gewaltschutzstelle das Projekt StoP. Dabei besteht eine Kooperation mit der ifs Gewaltberatung, der ifs FrauennotWohnung und dem ifs Kinderschutz. Zudem unterstützt die Stadt Bregenz das Projekt.

Der Stadtteil
Mit Hohenems startet nun die zweite Stadt in Vorarlberg das Projekt StoP. Mit unseren Projektpartner:innen werden wir eine Vielzahl an Aktionen planen und umsetzen.

„Wir haben uns letztes Jahr zum Ziel gesetzt, verstärkt Frauenthemen in Hohenems anzugehen. Durch den Femizid am 16.12.21 war klar, dass ein Schwerpunkt bei der Gewalt an Frauen sein wird. Das Projekt StoP – Stadt ohne Partnergewalt – bietet dafür eine erprobte und breit aufgestellte Grundlage.

Als 3. Teil der öffentlichen Hand nach der Bundes- u. Landesebene sind wir in den Gemeinden jene, die auf die Menschen direkt zugehen können. Eine Sensibilisierung, die Förderung der Zivilcourage und eine breite Streuung der Information ist vor Ort am effektivsten möglich. Durch das Projekt sollen Nachbarinnen und Nachbarn, Bekannte, Freundinnen und Freunde sensibilisiert und über Handlungsmöglichkeiten informiert werden.“

Patricia Tschallenener
Vizebürgermeisterin Hohenems

Wie wollen wir unsere Ziele erreichen?

Im Projekt setzen wir uns gemeinsam mit Nachbar:innen, Vereinen, Religionsgemeinschaften und vielen anderen mit dem Thema häusliche Gewalt und Partnergewalt auseinander. So wirken wir der Stigmatisierung von Opfern entgegen und steigern die Zivilcourage.

In gemeinsamen Kooperationen organisieren wir unterschiedliche Workshops, Kinoabende, Sprechstunden, Theaterveranstaltungen usw. Damit möchten wir informieren und Anhaltspunkte bieten, wie auf Gewalt in der Familie reagiert werden kann.

Du möchtest helfen?

Wenn du in deiner Nachbarschaft oder deinem Umfeld Partnergewalt oder häusliche Gewalt wahrnimmst, hast du mehrere Möglichkeiten zu reagieren. Wenn du dir unsicher bist, bietet die ifs Gewaltschutzstelle kostenlose und anonyme telefonische Beratungen an. Du erreichst uns zu den Öffnungszeiten unter der Nummer 05 1755-535.

Das Projekt StoP wächst übrigens stetig. Wenn du in der Region tätig bist, melde dich gerne und wir treffen uns, um eine mögliche Kooperation zu besprechen.

Lust mitzumachen?

Werde auch du Teil des Projektes und melde dich unter hohenems@stop-partnergewalt.at

Kontakt

StoP Hohenems

c/o ifs Gewaltschutzstelle Vorarlberg
Johannitergasse 6
6800 Feldkirch

Telefon 05 1755-535

Projektpartner*innen

Das StoP Projekt wird vom Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser koordiniert. An Bord sind zudem zahlreiche Projektpartner und Projektpartnerinnen, die wir nachfolgend gern vorstellen möchten. Wir freuen uns, so viel geballte Kompetenz, Freude am Wirken und Engagement in einem Projekt zu vereinen!

Wir wachsen übrigens stetig – wenn auch Sie der Region tätig sind, melden Sie sich gerne und und wir treffen uns, um eine mögliche Kooperation zu besprechen.

Die Projektpartner*innen werden hier in Kürze ergänzt.

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