Hintergrund und Entstehung

Ursprung

Das Konzept StoP wurde vor über zehn Jahren von Frau Professorin Dr.in Sabine Stövesand von der Hochschule, Fakultät Wirtschaft und Soziales, Department Soziale Arbeit in Hamburg entwickelt und ist ein urheberrechtlich geschütztes Konzept. Seit 2010 konnte StoP in 12 Stadtteilen in Deutschland erfolgreich implementiert werden. Die Standorte in Österreich bauen auf den Erfahrungen in Deutschland auf. Erfahren Sie mehr über StoP-Stadtteile ohne Partnergewalt in Deutschland.

Umsetzung von StoP

StoP orientiert sich an der Methode des Community Organizings, mehr dazu können Sie hier nachlesen. Es ist ein klassisches Konzept in der Sozialen Arbeit. Bei StoP handelt es sich um ein sehr arbeitsintensives und umfangreiches Projekt, das 8-10 Handlungsschritte umfasst, die für die Implementierung notwendig sind. Diese Schritte reichen von der Stadtteileinrichtung, Sozialraumanalyse, der aktivierende Befragung, dem Aufbau nachbarschaftlicher Aktionsgruppen (Frauen*tische, Männer*tische), dem Aufbau nachbarschaftlicher Netzwerke, dem Ausbau dieser Vernetzungen, der individuellen Unterstützung und personenzentrierten Netzwerkarbeit, bis hin zur Etablierung kontinuierlicher und kleinteiliger Beziehungs- und Organisierungsarbeit, sowie die Entwicklung politischer Bündnisse und politischer Forderungen.

Entwicklung von StoP in Österreich

StoP wurde Anfang 2019 in Wien/Margareten vom Verein AÖF – Autonome Österreichische Frauenhäuser erstmals in Österreich umgesetzt. Dank einer Förderung durch das BMSGPK konnte StoP im Juni 2021 zusätzlich zu Margareten in 12 weiteren Standorten etabliert werden: In Innsbruck, Linz, Wels, Bregenz, Amstetten, Völkermarkt (Kärnten), Oberwart (Burgenland), Jennersdorf, sowie in den Wiener Gemeindebezirken Wieden, Mariahilf, Favoriten und Meidling. Darüber hinaus wird StoP auch durch separate Finanzierungen in der Stadt Salzburg und in Klagenfurt umgesetzt. Das Gewaltpräventionsprojekt gibt es somit mittlerweile bereits an 15 Standorten und in acht Bundesländern. Zeitgleich wurden StoP-Koordinator*innen von Frau Dr.in Sabine Stövesand in Wien ausgebildet.