Der Stadtteil

Wien Penzing

StoP Partnergewalt in Penzing!

Der 14. Wiener Gemeindebezirk entspricht statistisch gesehen in vielen Punkten einem durchschnittlichen Wiener Gemeindebezirk. Gleichzeitig gehört der 14. Bezirk zu jenen Wiener Bezirken, dessen Bewohner*innenzahl rascher anwächst. Im Jahr 2020 waren rund 93.600 Personen im Bezirk wohnhaft. Gleichzeitig muss berücksichtigt werden, das über 60% des Bezirks Penzing aus Grünland und Gewässern besteht. Die vorhandenen Wohnflächen werden von den Einwohner*innen des Bezirks unterschiedlichen bewohnt: 26% wohnen in privat vermieteten Objekten, 29% im Eigentum, 14% in Genossenschaftsformen und rund 20% der Penzinger*innen bewohnen Gemeindewohnungen. Zwei Drittel der Frauen, die von Partnergewalt betroffen sind, melden die Vorfälle nicht bei der Polizei und nur wenige suchen Hilfe bei Opferschutzeinrichtungen. Obwohl in Österreich jede 5. Frau körperlicher und/oder sexueller Gewalt ausgesetzt ist, sprechen die meisten aus Angst, Scham oder Unsicherheit nicht darüber. Nachdem sich das Konzept von StoP bereits in fünf Wiener Gemeindebezirken etabliert hat, wird nun auch Penzing aktiv gegen häusliche Gewalt. Denn im Schnitt muss sich deutlich etwas verändern – StoP Partnergewalt.

Quellen:
• Landesstatistik Wien, MA23 (2020): Penzing in Zahlen 2020. 14. Bezirk.
• Statistik Austria: https://www.statistik.at/blickgem/gemDetail.do?gemnr=91401
Kontakt

StoP Büro
Favoritenstraße 29-31/2
1040 Wien

Öffnungszeiten
Mo: 9.00 – 11.00 
Di: 9.00 – 12.00
Do – Fr: 9.00 – 11.00 

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Warum braucht es StoP?

StoP ist ein Gewaltpräventionsprojekt. Wir wollen gute Nachbarschaften und ein gewaltfreies Miteinander entwickeln und möglichst viele Menschen gewinnen, dabei mitzumachen.

Häusliche Gewalt und Partnergewalt gibt es in allen sozialen Schichten, Communities, Nationen, Familienverhältnissen und Berufsgruppen. Betroffen von dieser Gewalt sind vor allem Frauen und Kinder. Das Ausmaß der Gewalt gegen Frauen ist in Österreich erschreckend hoch, auch die schwere Gewalt und die Morde an Frauen nehmen jährlich zu. Trotzdem wird häusliche Gewalt immer noch tabuisiert und ist oft sehr unsichtbar. Zwei Drittel der Frauen, die von Partnergewalt betroffen sind, melden die Vorfälle nicht bei der Polizei und nur wenige suchen Hilfe bei Opferschutzeinrichtungen. Obwohl in Österreich jede 5. Frau körperlicher und/oder sexueller Gewalt ausgesetzt ist, sprechen die meisten aus Angst, Scham oder Unsicherheit nicht darüber.

Um das Tabu zu brechen und die Gewalt an Frauen endlich zu stoppen, ist es wichtig, dass alle etwas dagegen tun. Mit StoP informieren und helfen wir, häusliche Gewalt früh zu erkennen und zu unterbrechen. StoP setzt sich für Zivilcourage, Gewaltfreiheit und Gleichberechtigung in Beziehungen und in der Gesellschaft ein. Dabei sollen Nachbar*innen gestärkt und ermutigt werden, achtsamer miteinander umzugehen und besser hinzuschauen. Sie werden informiert und geschult, damit sie bei Verdacht auf Gewalt auch handeln und Betroffene unterstützen können.

Was können Sie konkret tun, wenn es in der Nachbarwohnung zu Gewalt kommt?
Nachstehend finden Sie Tipps zur Zivilcourage für Nachbar*innen in Kurzfassung, den gesamten Text finden Sie hier.

  • Oft genügt ein einfacher Satz
  • Bei Unsicherheiten nachfragen
  • Anläuten
  • Betroffene ansprechen
  • Polizei rufen
  • Selbstschutz nicht vergessen
  • Anzeichen erkennen, Ernst nehmen
  • Dran bleiben

Im Rahmen von “Auf gesunde Nachbarschaft” setzt StoP Margareten auch einen Fokus auf ältere Menschen. Wir wollen ältere Frauen und Männer, die von verschiedenen Formen der Gewalt und Menschenrechtsverletzungen betroffen sind – insbesondere jetzt in Zeiten von Covid-19, stärken. Alle Informationen dazu in unserem Beitrag.

Beratungstelefon Gewalt und Alter
österreichweit und kostenlos
0699/112 000 99


Frauenhelpline gegen Gewalt
anonym und kostenlos
0800 222 555

Frauen- & Männertische

Das Herzstück von StoP sind die Frauen- und Männertische, wo Sie als Nachbarin und Nachbar mitwirken können! Dabei handelt es sich um Gesprächsrunden, wo interessierte Menschen gemeinsam überlegen, was sie gegen häusliche Gewalt tun können. Bei diesen Treffen erfahren alle Teilnehmer*innen ein umfassendes und tiefgehendes Wissen über häusliche Gewalt und Partnergewalt und über Methoden der Zivilcourage gegen Partnergewalt.

Unsere Frauentische und Männertische finden regelmäßig alle 14 Tage statt. Wir sind eine offene Gruppen und es kann immer jemand dazu kommen oder jemand mitgenommen werden. Es ist kein Vorwissen nötig. Sie erhalten umfangreiche Informationen und können Ihr Wissen über Partnergewalt aufbauen und vertiefen, sich austauschen, Ideen ausdenken und in Aktion treten. Wir unterstützen Sie bei der Umsetzung Ihrer Ideen gegen Partnergewalt. 

Hier erhalten Sie mehr Informationen über die Männertische.

Hier erhalten Sie mehr Informationen über die Frauentische. 

Kinder- und Jugendarbeit

StoP will auch Kinder und Jugendliche gegen häusliche Gewalt und Partnergewalt stärken. Dabei ist es wichtig, dass man junge Menschen möglichst nah an ihrer Lebenswelt erreicht. Seit Jänner 2020 arbeiten wir gemeinsam mit dem Jugendzentrum 5erhaus und der mobilen Jugendarbeit Back on Stage 5 zusammen. So kommen wir mit den jungen Margaretnerinnen und Margaretner ins Gespräch und stärken sie gegen Gewalt.  Dabei sind wir entweder im örtlichen Jugendzentrum 5erHaus oder in den Parks unterwegs.

Anfang 2021 starten wir mit unserer Ausbildung “Was sagen. Was tun. Jugendliche gegen Partnergewalt”, bei welcher junge Menschen zu Multiplikator*innen gegen Gewalt ausgebildet werden. Nun sind wir beim zweiten Durchgang angelangt! Hier gibt’s alle Infos über die aktuelle Multiplikator*innen-Schulung für Burschen und Mädchen, die im Oktober 2021 fortgesetzt wird.

Ansprechpartner*innen

Carina Lentsch, BA

Carina Lentsch, BA

Projektkoordinatorin

Tel.:
+43 (0) 699 19 88 23 62

Mail:
c.lentsch.penzing@stop-partnergewalt.at

Tel.:
+43 (0) 699 19 88 23 63

Mail:
christina.kopf@stop-partnergewalt.at

Projektpartner*innen

StoP wird vom Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser koordiniert. An Bord sind zudem zahlreiche Projektpartner und Projektpartnerinnen. Wir freuen uns, so viel geballte Kompetenz, Freude am Wirken und Engagement in einem Projekt zu vereinen! Wir wachsen übrigens stetig – wenn auch Sie in Penzing tätig sind, melden Sie sich gerne unter c.lentsch.penzing@stop-partnergewalt.at und wir treffen uns, um eine mögliche Kooperation zu besprechen.

Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser

Österreichweite Projektkoordination

Bezirk Penzing

Kooperationspartner*in

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