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Selbstbehauptungskurs für Frauen und Mädchen ab 16 Jahre Die spezielle Form der mentalen und körperlichen Selbstbehauptung und Selbstverteidigung wird von Frauen an Frauen und Mädchen

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Nikola Furtenbach & Gert Grö­che­nig über Zivilcourage Sozialpolitik ist Wandel Ver­schie­dene Exper­tin­nen und Exper­ten wer­den zu Wort kom­men und in einen span­nen­den und auch span­nungs­ge­la­de­nen

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StoP Aktionsgruppen Jede und jeder kann mitmachen StoP – Stadt(teile) ohne Partnergewalt setzt sich für ein Feldkirch, Lustenau, Hohenems und Bregenz ohne Gewalt ein. Sich

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Die Zelle Theater gegen Partnergewalt Die alte Wohnung ist leergeräumt, das Leben in Kisten verpackt, der Umzugswagen bereits auf dem Weg zum neuen Zuhause. Beim

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Termine

StoP Lustenau Stadt(teile) ohne Partnergewalt

Wie das StoP-Projekt eine Stadt verwandeln kann
Alarmierende Statistiken

Es ist dunkel geworden. Eine Bewohnerin kommt spät von der Arbeit nach Hause. Man kennt sich in der Wohnanlage. Die, die schon länger da sind, grüßen sich freundlich, man nimmt sich kurz Zeit für einen Plausch im Gang. Draußen ist es ein ruhiger Abend, aber hinter einer Türe ist Lärm zu hören. Offensichtlich gibt es Streit. Ein Paar mit einem kleinen Kind ist hier eingezogen. Man ist sich schon mal begegnet, aber nur flüchtig. Zerbrechendes Geschirr klirrt, das Geschrei wird aggressiver. Die Bewohnerin bleibt stehen, versucht hinzuhören. Braucht vielleicht jemand Hilfe? Könnte sein, aber was sollte sie schon tun? Kann man einfach anläuten? Wäre das ein Eindringen in fremde Privatsphäre? Ist das eine Familienangelegenheit, in die man sich besser nicht einmischt? Das Kind weint, es poltert. Die Bewohnerin senkt den Kopf, geht die Treppen hoch in die eigene Wohnung, wo sie ihre Tür hinter sich verschließt.

Für viele Frauen ist das Wohnzimmer kein Ort der Geborgenheit. In Österreich erfährt jede dritte Frau im eigenen Zuhause körperliche oder sexuelle Gewalt. Täter ist zumeist der eigene Partner. Ca. zwei Drittel der von Partnerschaftsgewalt betroffenen Frauen melden laut FRA Studie die Vorfälle nicht bei Polizei oder Opferschutzeinrichtungen. Häusliche Gewalt ist kein Randphänomen, sondern kommt viel zu häufig vor. Um der hohen Dunkelziffer entgegenzuwirken, braucht es neben institutionellen Angeboten vor allem funktionierende soziale Netzwerke, die auf Partnerschaftsgewalt reagieren und betroffene Frauen unterstützen. Die gestärkte Nachbarschaft ist eine wichtige Präventionsmaßnahme und rettet vielleicht sogar Leben.

Das StoP-Projekt
Gemeinsam handeln

Hier setzt das vom Institut für Sozialdienste koordinierte Projekt „StoP – Stadt(teile) ohne Partnergewalt“ an, welches in enger Kooperation mit den Städten/ Gemeinden vor Ort umgesetzt wird. StoP zielt darauf ab, ein Bewusstsein für das Thema zu schaffen und Menschen zu ermutigen, bei Gewalt nicht wegzuschauen, sondern diese wahrzunehmen und zu helfen. Diese Hilfe kann unterschiedlich sein. Es ist wichtig, betroffene Menschen anzusprechen, bei verdächtigen Geräuschen genauer hinzuhören, unter einem Vorwand zu klingeln oder in akuten Situationen die Polizei zu rufen. Besorgte Nachbar:innen können sich zusammentun und gemeinsam überlegen, wie sie helfen können. Sie können eine Telefonkette zur Unterstützung einer gewaltbetroffenen Frau erstellen, ihr Unterschlupf anbieten. Man kann auch beim Gewaltschutzzentrum anrufen und sich (anonym) beraten lassen.

Es braucht ein ganzes Dorf, um der Stigmatisierung von Opfern entgegenzuwirken und Zivilcourage zu steigern. Damit sich die Nachbarschaft für ein friedliches Miteinander einsetzt, müssen verschiedene Hebel bewegt werden. In der Kita wird beim Elternabend über das Thema gesprochen, im Einkaufszentrum wird ein Informationsstand aufgebaut. Der Hausmeister hängt Informationsblätter in der Wohnanlage auf. Die Schule integriert das Thema Partnergewalt in den Unterricht. Einrichtungen bieten Selbstbehauptungs- und Deeskalationstrainings an. Männer setzen sich mit Männern zusammen, reden über Gewalt und was man dagegen tun kann. Im Schaufenster vom Gemüseladen hängt ein Plakat mit Nummern von Beratungsstellen – beim Friseur, in der Kneipe und in der Arztpraxis sowieso. Frauen huschen nicht mit Sonnenbrille durchs Treppenhaus, weil sie sich schämen, sondern klingeln bei Nachbar:innen, holen sich Rat. Sie wissen, sie werden auf Verständnis und Unterstützung treffen. Häusliche Gewalt wird zum öffentlichen Thema.

Nur eine Utopie? Nein, denn StoP Stadtteile Projekte haben das bereits an vielen Orten in Deutschland und Österreich erreicht. Jede:r kann seinen bzw. ihren Teil dazu beitragen, das Gemeinwesen zu verbessern für eine friedliche und sich gegenseitig unterstützende Nachbarschaft in dieser Stadt.

Lust mitzumachen?
Unterstützungsangebot in Vorarlberg:

Komm zu einer unserer Aktionsgruppen Termine folge uns auf Social Media oder bleib mit unserem Newsletter immer am Laufenden.

Wer selbst von häuslicher Gewalt betroffen ist, oder Gewalt im nahen Umfeld wahrnimmt, findet hier Hilfe (kostenlose und anonyme) Unterstützung:

Gewaltschutzzentrum: Telefon 05-1755-535

ifs FrauennotWohnung: Telefon 05-1755-577, rund um die Uhr

ifs Frauenberatungsstelle: bei sexueller Gewalt: Telefon 05-1755-536

ifs Kinderschutz: Telefon: 05-1755-505

ifs Gewaltberatung: Telefon 05-1755-515

 

StoP Lustenau Flyer

Gemeinsam gegen Gewalt

Mit vereinten Kräften setzen sich das Gewaltschutzzentrum Vorarlberg, die ifs FrauennotWohnung, der ifs Kinderschutz und die ifs Gewaltberatung für ein gewaltfreies Leben ein. Wir haben mit den Leiter:innen der vier Fachbereiche gesprochen. Sie ermöglichen uns interessante Einblick in ihre Arbeit und ihr Engagement für ein Leben ohne Gewalt.

Ansprechpartner:innen

Mag.a Nikola Furtenbach
Mag.a Nikola Furtenbach
Giuseppe Cristiano
Giuseppe Cristiano
Franziska Praeg

Franziska Praeg

StoP Vorarlberg, Leitung, Koordination Feldkirch 

Tel.:
+43 (0) 5 1755 4494

Mail:
nikola.furtenbach@ifs.at

ifs Gewaltberatung

Tel.:
+43 (0) 5 1755 4267

Mail:
giuseppe.cristiano@ifs.at

StoP Vorarlberg
Koordination Bregenz

Tel.:
+43 (0) 5 1755 4896

Mail:
franziska.praeg@ifs.at

Tel.:
+43 (0) 5 1755 4494

E-Mail:
nikola.furtenbach@ifs.at

Tel.:
+43 (0) 5 1755 4267

E-Mail:
giuseppe.cristiano@ifs.at

Tel.:
+43 (0) 5 1755 4896

E-Mail:
franziska.praeg@ifs.at

Annegret Tiefenthaler

Annegret Tiefenthaler 

Monika Walch

Monika Walch

Michele Burtscher

Michele Burtscher 

StoP Vorarlberg
Koordination Lustenau

Tel.:
+43 (0) 5 1755 4762

Mail:
annegret.tiefenthaler@ifs.at

Gewaltschutzzentrum Vorarlberg
Koordination Hohenems 

Tel.:
+43 (0) 5 1755 4371

Mail:
monika.walch@gewaltschutzzentrum.at

StoP Vorarlberg
Projekt-Assistenz

Tel.:
+43 (0) 5 1755 4685

Mail:
michele.burtscher@ifs.at

Tel.:
+43 (0) 5 1755 4762

E-Mail:
annegret.tiefenthaler@ifs.at

Tel.:
+43 (0) 5 1755 4371

E-Mail:
monika.walch@gewaltschutzzentrum.at

Tel.:
+43 (0) 5 1755 4685

E-Mail:
michele.burtscher@ifs.at

Kontakt

StoP –Stadt(teile) ohne Partnergewalt Vorarlberg
Institut für Sozialdienste
Franz-Michael-Felder-Str. 6
6845 Hohenems
Telefon 05 1755-534
stopvorarlberg@ifs.at

Projektpartner:innen

Das StoP Projekt wird in Österreich vom Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser koordiniert. An Bord sind zudem zahlreiche Projektpartnerinnen und -partner, die wir nachfolgend gerne vorstellen möchten. Wir freuen uns, so viel geballte Kompetenz, Freude am Wirken und Engagement in einem Projekt zuvereinen!

StoP Vorarlberg wird vom Institut für Sozialdienste in Kooperation mit der Stadt umgesetzt. Folgende Einrichtungen stehen mit ihrem Beratungsangebot und ihrer fachlichen Expertise in einer engen Kooperation zum Projekt.

Österreichweit wird das Projekt vom Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser koordiniert.

Mit einem Klick auf Name oder Logo gelangst du auf die jeweilige Website.

Kooperationspartner:innen die gemeinsam mit uns ein Zeichen gegen Partnergewalt setzen:

Finanzierung:
Das Projekt wird finanziert aus Mitteln des
Sozialministeriums und der Stadt Feldkirch.  

 

Kontaktieren Sie uns

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